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Zahn- Mund- und Kieferheilkunde
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Applied Kinesiologie (AK)

Fast die Hälfte aller Frauen, aber auch ein großer Teil der Männer leidet unter chronischen Schmerzen, die auf das gestörte Verhältnis von Ober- und Unterkiefer zurückzuführen sind - ein asymmetrisches Gesicht gehört auch zu den Symptomen.
In der Naturheilkunde oder - vielleicht besser - in der bio-logischen Medizin hat man in den letzten Jahren verstärkt nach Möglichkeiten gesucht, die Reaktionsweise des Körpers auf verschiedene Substanzen, Emotionen, ja generell alle möglichen Streßfaktoren zu untersuchen.
Neben den Verfahren, die alle mit Maschinen zu tun haben, gibt es aber auch Methoden, die mit sehr einfachen Mitteln, teilweise nur mit den Händen durchführbar sind. In den letzten Jahrzehnten wurden zwei faszinierende Methoden entdeckt, zum ersten die RAC-Testung nach Dr. Nogier (in Verbindung mit der Ohrakupuktur) und zum zweiten die Applied Kinesiology (AK), die mit Hilfe standardisierter Tests für einzelne Muskeln des Körpers bzw. besser durch die Diagnose der Stärkeänderung dieser Muskeln messen kann, wie die Reaktion des Körpers auf Reize, Substanzen und auch Emotionen jeglicher Art ist.

Empfindliche Balance - die versteckten Ursachen der Schmerzen:
wo sie liegen und wie sie besiegt werden können

„Der Mensch ist eine statische Fehlkonstruktion, eine Art oberlastiger Wolkenkratzer“, behauptet Prof.Dr. Harold Gelb, Zahnarzt und Direktor der Abt. für Gesichtsschmerz an der New York University: „Mit neun bis vierzehn Pfund ist unser Kopf viel zu schwer für die zarte Wirbelsäule.“ Schwanz und Vorderbeine hat uns die Evolution genommen und als einziges Gegengewicht zum Rest des Schädels fungiert der Unterkiefer.
Den bringen nicht nur Kinnhaken oder Autounfälle, sondern bereits schlechte Angewohnheiten wie Bleistift- oder Kaugummikauen, Zähneknirschen und sogar die Denkerpose des Kopfaufstützens aus dem Lot. Krumme Zähne führen ebenfalls dazu, daß Ober- und Unterkiefer nicht mehr aufeinanderpassen. Dieses Mißverhältnis verursacht ein weitverbreitetes, aber fast unbekanntes Krankheitssyndrom.


CMD – Cranio-Mandibuläre-Dysfunktion

bzw. „Temporomandibular Joint“ - oder TMJ-Syndrom heißt diese leidensreiche Degenerationserscheinung, die oft schon in der Kindheit mit Kopf- und Ohrenschmerzen beginnt, sich später zu Schwindel, dröhnenden Kopfschmerzen, Verformungen der Wirbelsäule und Allergien steigert und im Alter mit dem völligen Kontrollverlust über die Gesichtsmuskulatur endet. Asymmetrien im Gesicht wie etwa ein Mund, der auf einer Seite voller ist, sind ebenfalls nahezu eindeutige Anzeichen für das TMJ-Syndrom.


Depressionen und Gereiztheit

sind eine Folge der Schmerzen, nicht ihre Ursache. Vielmehr sind häufig vorkommende strukturelle Fehler - wie etwa unterschiedlich lange Beine - verantwortlich für Spasmen und die resultierenden Torturen. Mangelnde Bewegung und schlechte Ernährung, bei der die Muskulatur nicht genug Mineralien erhält, verschlimmern die Lage. Außerdem spielt Streß eine große Rolle - Rücken und Kiefer sind die Hauptangriffsziele. Streß sucht immer den schwächsten Punkt des Körpers, wie unausgebildete Muskeln, die sich durch eine Unausgewogenheit des Skeletts unter Dauerbeanspruchung befinden. In unserer Zivilisation sind wir vollkommen überstimuliert und total untertrainiert. Zu dieser unheilvollen Kombination gehört auch der leichte und knappe Schlaf, mit dem die Masse der Bevölkerung an den Grundlagen ihrer Gesundheit rüttelt.
Bei Syndromen, die auf eine Verletzung der strukturellen Integrität des Körpers zurückgehen, können sich wegen mangelnder Durchblutung des verkrampften Muskelgewebes hochempfindliche Verhärtungen, sogenannte „Auslöser-Punkte“ oder „Triggerpunkte“ bilden, die Schmerzen auch an weit entfernte Bereiche des Organismus senden bzw. in die Umgebung ausstrahlen. Das Aufspüren mittels Palpation und das Eliminieren dieser Knötchen mittels Massage oder Injektion eines Anästhetikums gehört zu den ersten Behandlungsschritten - ebenso wie die Behandlung mit Wärme, Kälte, Ultraschall, elektrische Reizung und/oder Massage.
Den malträtierten Kiefer kann eine sogenannte Aufbißschiene aus Acryl nach wenigen Monaten in seine korrekte Position bringen. Wenn die Balance wiederhergestellt ist, wird sie durch Kronen, Brücken u./o. kieferorthopädische Apparate gefestigt. Erfreuliche Begleiterscheinung dieser drogenfreien Therapie ist ein Lifting ohne Skalpell. Durch die wiederhergestellte Symmetrie bekommt das Gesicht eine ganz andere Harmonie.
Außerdem sollte ein Bewegungs- und Ernährungsprogramm ausgearbeitet werden und der bessere Umgang mit Streß über Biofeetback-Techniken vermittelt werden. Manche Patienten müssen viele Verhaltensweisen vergessen und scheinbar Selbstverständliches, wie das richtige Schlucken, Stehen und Gehen neu lernen. Die wichtigste Regel zur Vermeidung neuer Verkrampfungen aber lautet: niemals stillsitzen!
Diese Leistungen gibt es natürlich nicht zum Nulltarif - private Versicherungen übernehmen in der Regel die entsprechenden Leistungen; die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt diese Leistungen nicht.
 
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