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Individualprophylaxe

professionelle Zahnreinigung - Damit Ihr Lächeln strahlend bleibt!

 

Schlechte Zähne sind nicht vererbbar
Noch immer hält sich der alte Volksglaube, daß Karies eine vererbbare Krankheit ist – doch das stimmt nicht! Heute weiß man, daß die Auslöser von Karies Bakterien sind, allen voran die sogenannten Mutans Streptokokken. Diese Bakterien nehmen sich die Nährstoffe aus dem was wir essen und trinken und produzieren daraus aggressive Säuren, die die Zähne angreifen. Diese Säureangriffe führen früher oder später zu Karies.


Karies ist eine Infektionskrankheit

Wir alle kommen ohne Streptokokken auf die Welt und können auch sehr gut ohne sie leben. Irgendwann werden wir infiziert – meist schon als Baby durch die Mutter, die Milchfläschchen vortestet oder den Schnuller ableckt. Und damit beginnt die lokale Infektion, die bis zur Zerstörung der Zahnhartsubstanz weitergehen kann.


Dental Plaque – Lebensraum der Bakterien

Besonders wohl fühlen sich die Bakterien in der Plaque. Dental Plaque – so bezeichnet man Zahnbelag, der aus einer dicken klebrigen Masse besteht, die sich aus Bakterien und Speicheleinlagerungen zusammensetzt. Oft wird Plaque mit Nahrungsresten, die nach dem Essen zwischen den Zähnen hängen bleiben, verwechselt. Beim Zähneputzen kommt es nicht allein auf die Entfernung der Speisereste, sondern vielmehr auf die Beseitigung der Plaque an. Wird sie nicht regelmäßig entfernt, kommt es zu einer immer stärkeren Verdickung. Somit herrschen ideale Bedingungen für die Bakterien mit ihren schädlichen Säuren.


Zahnfleischentzündung – Bakterien sind schuld

95 % aller Deutschen haben Zahnfleischentzündungen. Schwere Zahnfleischentzündungen bezeichnet man als Parodontitis. Eine oberflächliche Zahnfleischentzündung, die immer einer Parodontitis vorausgeht, wird als Gingivitis bezeichnet. Auch hierfür sind Bakterien, die in der Plaque leben, verantwortlich. Je dicker die Plaqueschicht wird, desto mehr Bakterienarten siedeln sich in ihr an. Unter anderem auch solche, die giftige Stoffe absondern (sogenannte Toxine) und dadurch die Entzündungen des Zahnfleisches verursachen. Oft bilden sich auch tiefe Taschen, in denen sich ebenfalls Bakterien befinden.


Rechtzeitige Erkennung ist wichtig

Der Zahnarzt kann heute schon frühzeitig Zahnfleischentzündungen erkennen. Dazu berührt er mit einem Meßgerät den Zahnfleischsaum. Beginnt schon bei dieser leichten Berührung eine Blutung, so liegt eine Entzündung vor, die dann entsprechend behandelt werden kann. Im Anfangsstadium genügt meistens eine verbesserte Zahnzwischenraumpflege mit Zahnseide und das Spülen mit entzündungshemmenden Lösungen. Die Pflege der Zahnzwischenräume ist deshalb besonders wichtig, weil dort die Zahnbürste nicht hinkommt und so die Plaque mit den gefährlichen Bakterien nicht entfernt wird.


Der Zahnarzt hilft - ohne Bohren!

Eine sinnvolle Individualprophylaxe – so nennen die Fachleute eine auf den Patienten zugeschnittene Karies- und Parodontitisvorsorge – führt heute immer über die Zahnarztpraxis. Nachdem der Zahnarzt mit den verschiedenen Testverfahren eine Diagnose gestellt hat, kann der individuelle Fahrplan aufgestellt werden. Welche Möglichkeiten hat der Zahnarzt heutzutage?


Zahnreinigung durch Profihand
Speziell ausgebildete Mitarbeiterinnen der Zahnarztpraxis – Zahnmedizinische Prophylaxeassistentinnen – führen die professionelle Zahnreinigung im Rahmen der Individualprophylaxe durch. Mit Polierpasten, die die Zahnoberfläche nicht angreifen, reinigt die Prophylaxeassistentin mit Hilfe von kleinen rotierenden Gummikelchen und Bürstchen die Zähne besonders gründlich und sanft. Zahnseidenbehandlung und Konditionierung der Zahnoberflächen und des Zahnfleisches ergänzen diese Behandlung. Diese professionelle Zahnreinigung sollte mehrmals jährlich durchgeführt werden.


Fluoridlack schützt die Zähne

Zur Zahnschmelzhärtung sind Fluoride unerläßlich. Eine kontinuierliche Fluoridzufuhr macht die Zähne besonders widerstandsfähig gegenüber Säureangriffen der Bakterien. Die Prophylaxeassistentin bestreicht die Zähne mit einem speziellen Fluoridlack. So werden die Zähne bis zu 6 Monaten mit Fluorid versorgt. Mindestens 2x im Jahr sollte diese „Lackierung“ der Zähne erfolgen.


Chlorhexidin gegen Bakterien
Bei besonders hohen Streptokokkenwerten sollten die Zähne mit chlorhexidinhaltigem Lack, Gel bzw. Spülung behandelt werden, um die Bakterien abzutöten. Zur Verstärkung des positiven Effekts kann der Patient zuhause über einen Zeitraum von ca. 14 Tagen mit einer 0,2%igen Chlorhexidinlösung spülen. Auch andere antibakteriell wirkende Substanzen können angewendet werden.
Wiederum ist die regelmäßige Kontrolle durch Zahnarzt bzw. Prophylaxeassistentin notwendig.

 

Tips für Zuhause

 

Die Hilfe des Zahnarztes und der Prophylaxeassistentin allein genügt nicht – jeder muß seine Zähne pflegen, damit sie ein Leben lang halten. Was sollte man Zuhause tun?


häusliche Zahn-und Mundhygiene

Die Optimierung der Mundhygiene sollte intensiv mit der Prophylaxeassistentin besprochen werden. Wichtig ist, daß die Zähne zweimal täglich 3 Minuten mit einer fluoridhaltigen Zahnpasta geputzt werden. Verwenden Sie keine Zahnbürsten mit Naturborsten, sondern nur mit abgerundeten Kunststoffborsten. Somit verhindern Sie Verletzungen des Zahnfleisches.


Zahnzwischenräume nicht vergessen
Zweimal in der Woche sollten Sie die Zahnzwischenräume mit Zahnseide reinigen – die Prophylaxeassistentin zeigt Ihnen, wie Sie die Zahnseide richtig anwenden.


Fluoridzufuhr optimieren
Benutzen Sie im Haushalt fluoridhaltiges Speisesalz – somit haben Sie eine zusätzliche Fluoridquelle. Für Kinder empfiehlt sich die Einnahme von Fluoridtabletten, die grundsätzlich gelutscht und nicht verschluckt werden sollten. Sprechen Sie auch hierüber mit Ihrem Zahnarzt und Ihrer Prophylaxeassistentin, denn im Trinkwasser ist von Region zu Region unterschiedlich viel Fluorid enthalten.

 

Vorsorge macht sich bezahlt, je früher desto besser!
WHO-Ziel: 22 – 77 – 99
22 Zähne mit 77 Jahren für 99 % der Menschen


Ein paar Anmerkungen über das Zähneputzen

Haben Sie schon einmal über das Zähneputzen nachgedacht?

Putzen Sie Ihre Schuhe so, wie Sie Ihre Zähne putzen? Sicherlich nicht! Den Schuh nehmen Sie in die Hand, um ihn von allen Seiten zu reinigen. Können Sie das mit Ihren Zähnen machen? Nein!
Selbst durch ausgetüftelte Techniken sind Sie nicht in der Lage, alle schwer zugänglichen Zahnflächen zu erreichen. Aus prophylaktischen Gründen und zur Werterhaltung ihrer Zähne wurde die Individualprophylaxe (professionelle Zahnreinigung) entwickelt. Speziell ausgebildete zahnmedizinische Prophylaxeassistentinnen helfen in den Bereichen, in denen aus anatomischen Gründen die Zahnpflege erschwert ist und sorgen so für die Langlebigkeit Ihrer Zähne und Ihres Zahnersatzes sowie für Ihr ganz persönliches Wohlgefühl.

 

Nehmen Sie sich Zeit für Ihre Zähne, bevor Ihnen die Zeit die Zähne nimmt!

 

  

 
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